IKARUS Omnibusse
1950 - 1960


Bereits am Ende der 40`er Jahre zielten die Bestrehbungen der ungarischen Fahrzeugindstrie darauf hin ab, den Fahrzeugbau, der gegenüber anderen Ländern relativ rückständig und zersplittert war, auf ein neues Niveau zu führen. Sicher spielten damals auch ideologische Gründe eine große Rolle. Aber erst am Anfang der 50`er Jahre war die Zulieferindustrie in der Lage ihre Produkte in ausreichender Stückzahl und mit guter Qualität zur Verfügung zu stellen.
Indessen arbeiteten die Konstruktionsbüros mit Hochdruck an der Entwicklung neuer Busgenerationen. Herausgekommen sind schließlich Fahrzeuge, die in der Fachwelt erstaunen und Bewunderung hervorriefen. Insbesondere 1952 auf den Autosalons in Genf und Paris erregte der IKARUS 66 großes Aufsehen, was nicht nur seinem -für die damaligen Zeit- futuristischem Aussehen, sondern vor allem wegen der damals noch unüblichen Heckmotoranordnung, geschuldet war. Doch obwohl die Richtung der selbsttragenden Bauweise den Omnibusbau schon völlig für sich einnahm, beschlossen die zuständigen ungarischen Ministerien, daß parallel zu den selbsttragenden Fahrzeugen solche mit herkömmlichen Rahmen weiterhin gebaut werden sollten.Aber nicht nur mit Behinderungen dieser Art hatten die Busbauer von der Donau zu kämpfen. Ein weiteres Problem stellte die Devisenknappheit (ein Symptom des gesamten Ostblocks)dar.Zuverlässige Motoren und andere Aggregate konnten zum damaligen Zeitpunkt von keinem der RGW-Staaten in ausreichender Stückzahl geliefert werden. Also mußte man teure Lizenzen erwerben.In diesem Jahrzehnt war das vor allem die Motorenlizenz von Steyr, zum Bau der 4 Zylinder-Motoren D 413(85 PS) bzw.D 414(95 PS)und dem 6 Zylinder-Motor D 613 (125 PS) bzw. D 614(145 PS).

IKARUS 55
IKARUS 55 in der Urausführung auf einer Ausstellung

IKARUS 66
IKARUS 66 in der Urausführung (bitte nicht mit dem Prototyp verwechseln)

IKARUS 30
Ein kleiner selbsttragender war der 1952 vorgestellte IKARUS 30

IKARUS 60
Ein Vertreter der Rahmenbauweise war der IKARUS 60

IKARUS 60 T
Vom IKARUS 60 wurden auch Trolleybusse gebaut, die als 60 T bezeichnet wurden

IKARUS 601
Die Überlandvariante des 60`ers (mit nur einer Falttür) nannte sich IKARUS 601

IKARUS 602 im Anhängerbetrieb
Ebenfalls im Vorort- und Überlandverkehr eigesetzt wurde
der IKARUS 602,der anstatt der Falttüren zwei Schlagtüren besaß

IKARUS 620
Ab 1958 ersetzte der IKARUS 620 den IKARUS 60/601.

IKARUS 630 (links) und 311
Links der IKARUS 630, der ebenso wie der IKARUS 620 bis zur Produktionseinstellung 1972 in Rahmenbauweise hergestellt wurde. Rechts ein IKARUS 311 der einen selbsttragenden Aufbau hatte.



In diesem Jahrzehnt entstanden unter anderem folgende Fahrzeuge, die jedoch nicht in Serie gingen, oder nur in wenigen Exemplaren gebaut wurden:


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