1960-1970

IKARUS Omnibusse
1960 - 1970



Dieses Jahrzehnt war geprägt durch die Beschlüsse des RGW, die den IKARUS Karosserie- und Fahrzeug-Werken eine Vorreiterrolle in Sachen Omnibusbau für den gesamten Ostblock (außerhalb der Sowjetunion) zugedacht hatte. So wurde mit einem großzügigen Kredit (natürlich in "Transfer-Rubel") der weitere Um- und Ausbau der Produktionsanlagen forciert. 1962 wurde eine Maschinenfabrik in Szekesfehervar dem IKARUS-Werk angeschlossen.Hier sollten in Zukunft die älteren Typen weiter gebaut werden. Im Stammwerk wurden aber noch bis zum Ende dieses Jahrzehnts die Baureihen der 50`er Jahre weiter gebaut, wobei es natürlich Detailverbesserungen gab. 1968 wurde ein Teil des Stammwerkes ausgegliedert, der dann vorwiegend für den Bau von Prototypen und mit der Einzelanfertigung von Fahrzeugen mit Sonderwünschen betraut wurde. (Heute firmiert dieser Teil erfolgreich unter dem Label EAG.)  In den Konstruktionsbüros hingegen beschäftigte man sich bereits Anfang der60`er Jahre mit der Entwicklung von sogenannten Großraumomnibussen. Erste Vertreter dieser Gattung waren dann ab 1965 der IKARUS 556 und ab 1966 der Gelenkbus IKARUS 180. Diese beiden Typen kann man getrost als die Urväter der 200`er Busfamilie ansehen, obwohl sie sich in vielen technischen Parametern unterschieden. Da jedoch die Produktionskapazitäten dieser Omnibusse nicht ausreichten, wurde mit Hochdruck an der Entwicklung der 200`er Baureihe gearbeitet. Den ersten Wagen dieser völlig neuen Baureihe konnte dann bereits 1968 in Augenschein genommen werden. Dabei handelte es sich um den IKARUS 250, einen 12 m Luxusreisebus mit Klimaanlage und Luftfederung, der auf vielen Ausstellungen Aufsehen erregte und ebensoviele Preise für sein Design und die Innovationen die in ihm steckten erhielt.Unter anderem bekamen die Budapester Busbauer auf der 19.Internationalen Omnibuswoche in Nizza den silbernen Pokal der französischen Karrosseriebauer, den ersten Preis des Karosseriewettbewerbs von Monaco, den silbernen Pokal des Fürsten von Monaco, für das Ergebnis aller technischen Untersuchungen den silbernen Pokal der Omnibuswoche, die Bronzemedallie des Verbandes der französischen Karosseriebauer usw. usw. Der noch im gleichen Jahr vorgestellte Überlandomnibus IKARUS 252 setzte diese Erfolgsbilanz fort. Insgesamt erhielten Fahrzeuge der 200`er Baureihe mehr als 20 Preise auf internationalen Ausstellungen.

v.l.n.r. IKARUS 66, 620, 55
IKARUS 66, 620 und 55 (v.l.n.r.)

IKARUS 55 in Fahrt
Laut Fahrgestellnummer(550952) ist dieser Wagen, ein IKARUS 55, der älteste noch existierende Vertreter seines Typs.

IKARUS 556
Zwischen den Baureihen 55/66 und der 200`er Baureihe erfüllte der ab 1965 gebaute IKARUS 556 den Status einens Lückenfüllers, was nicht abwertend gemeint ist.

IKARUS 180
Mit dem IKARUS 180 nahm die Bezeichnung Großraumomnibus Gestalt an.
   
IKARUS 250
A star was born... der IKARUS 250


IKARUS 252
Der IKARUS 252 stellte das 11m lange Schwestermodell des 12m langen IKARUS 250 dar,
und wurde bereits nach kurzer Bauzeit vom IKARUS 256 abgelöst




Weiter gehts: